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Wissenswertes

Blumenwiese neu anlegen im Herbst: Tipps für eine bunte Blütenvielfalt

 

Rasen, Wiese, ist doch das Gleiche, oder?  

Beides besteht aus Gras, so scheint es auf einen flüchtigen, ersten Blick.  

Ein wesentlicher Unterschied besteht in Nutzung und Pflege. Rasen wird häufig kurz gemäht, kann regelmäßig betreten werden, Pflanzen in der Wiese dagegen dürfen ihre natürliche Wuchshöhe erreichen, dürfen blühen, Samen produzieren und werden nur 1-2x im Jahr gemäht. Wiese soll nicht betreten werden, dabei würden die Halme geknickt und würden absterben. 

Ein weiterer Unterschied ist die Artenzusammensetzung: konventioneller Rasen besteht ausschließlich aus Gräsern, unser BlumenRASEN enthält immerhin 20 % Wildblumen, und kann bei Bedarf so oft gemäht werden, wie ein Gräserrasen. 

Wiese dagegen hat immer einen hohen Anteil an Blumen, unsere BlumenWIESEN – Mischungen zeichnen sich sogar durch 80 % Blumenanteil aus. 

Jetzt im Herbst ist eine sehr gute Zeit, um BlumenRASEN und BlumenWIESE neu anzulegen. 

Grundsätzlich wird mit dem vorhandenen Boden gearbeitet, allerdings stammen die Bilder einer Blumenwiese, wie wir sie im Kopf haben, mit Kartäusernelken Dianthus carthusianorum, Wiesen-Salbei Salvia pratensis und Margeriten Leucanthemum ircutianum allesamt von eher mageren Standorten. Die meisten Gartenböden sind durch jahrzehntelange Düngung aber eher nährstoffreich. Es bleiben uns also 2 Wege: entweder eine Saatgutmischung für fetten Boden wählen, oder abmagern.  

Wobei wir Abmagern mit Sand nur für kleine Flächen empfehlen, dazu muss aber mindestens 15cm Sand aufgebracht und eingefräst werden. Der Transport des Sandes verursacht einfach zu viele Umweltschäden. 100 m² mit 15 cm Sand zu bedecken bedeutet immerhin den CO2 intensiven Transport von 15 m³.  

Es kann mit regionalem Sand oder Quarzsand (0,3-1 mm) abgemagert werden,  

Abmagern funktioniert aber ohnehin auch durch Abfuhr des Mähguts über mehrere Jahre.  

Schneller geht es, wenn für 1-2 Jahre Starkzehrer und dann 1 Jahr lang Bodenverbesserer angebaut werden. Sonnenblumen z.B. durchwurzeln den Boden in eine Tiefe von bis zu 3 m, lockern ihn so zusätzlich auf. Man lässt die Sonnenblumen über den Winter für die Vögel stehen, schneidet sie im Frühling bodennah ab, und entfernt auch die Wurzelstrünke.  Im Folgejahr kann z.B. Kürbis angebaut werden, auch ein Starkzehrer. Zur Bodenverbesserung dient dann im dritten Jahr eine Mischung aus Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia), Ringelblume (Calendula officinalis und arvensis), Gelbsenf (Sinapis alba) uä. Auf Schmetterlingsblütler wie Lupinen (Lupinus angustifloius) wird verzichtet, sie reichern den Boden mit Luftsticksoff an. All diese bodenverändernden Mischungen werden im Frühling angebaut, ab dann finden sie sich auf unserer Website.

Wenn der Boden an sich, oder durch diese Maßnahmen, in Ordnung ist, können wir beginnen: 

Neuanlage einer Blumenwiese:

Die Aussaat erfolgt immer auf pflanzenlose Böden, d.h. die vorhandene Vegetation wird abgetragen, der Boden dann durchgefräst. Achtung, wenn Quecke (Elymus repens) im Boden ist, muss man zuerst die langen Ausläufer mit Hilfe der Grabgabel und viel Geduld jäten. Fräst man Queckenwurzel, so vermehrt man sie nur, da aus jedem noch so kleinen Rhizomstückchen eine neue Pflanze austreibt.  

Auf den fein gerechten Boden wird Qualitätssaatgut angesät, d.h. die Mischung ist möglichst regional, enthält 80 % Blumen, der Großteil davon mehrjährig, und jedenfalls mehr als 40 verschiedene Pflanzenarten. Je mehr Arten, umso mehr überleben bei den jeweiligen Bedingungen, und umso mehr verschiedene Insekten finden das passende Futter. 

Bitte beachtenFür eine Blumenwiese wird wesentlich weniger Saatgut benötigt als für einen aus Gräser bestehenden Rasen: 2-4 g/m² gegenüber 20-30 g/m². Logisch, da eine Blume, die aus einem Samen keimt, mehr Platz einnimmt als ein Grashalm.  

Das Saatgut wird mit leicht feuchtem Sand verdünnt, die Menge halbiert, dann zuerst in die eine Richtung ausgesät, dann die zweite Hälfte im rechten Winkel dazu. Man beginnt dort, wo der erste Durchgang geendet hat. Nicht säen, wenn es windig ist, oder der Boden nass ist. Dann mit der Rasenwalze einen guten Kontakt der Samen mit der Erde herstellen, nicht einarbeiten, nicht düngen. 

Gute Ansaatzeit ist September bis April, frostfrei, wenn bei Bedarf zuverlässig gegossen wird, auch bis Juni. 

Blumenrasen und Schotterrasen

Die Blumenrasenmischung enthält von vornherein schon auch Blumen wie Kriechgünsel (Ajuga reptans), Gundelrebe (Glechoma hederaceae) und Gänseblümchen (Bellis perennis). So ergibt sich ein gleichmäßiges Mosaik aus Gräsern und eher niederwüchsigen Blumen. Gemäht wird dort, wo die Fläche begangen wird, öfter, also ca. alle 2 Wochen. An den ungenutzten Rändern darf der Blumenrasen so behandelt werde, wie eine Blumenwiese, und entsprechende Blüten treiben. 

Eine Schotterrasenmischung kann auf schotterhaltigen, sandigen, mageren Böden angesät werden, auch auf Flächen, die künstlich abgemagert wurden. 

Diese Mischung enthält Blumen, die wenig Nährstoffe und Wasser brauchen, niederwüchsig und  trittfest, d.h. hart im Nehmen sind. Dazu zählen solche Schönheiten wie der Österreichische Lein (Linum austriacum), diverse Nelkenarten, z.B. auf kalkhaltigen Böden Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) oder Späte Federnelke (Dianthus serotinus), auf kalkfreien Böden die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) und den Spätblüher Berg-Lauch (Allium lusitanicum) 

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Ob Blumenwiese, Blumenrasen oder Schotterrasen gewählt wird, hängt also nicht nur vom vorhandenen Boden, sondern auch von der Art der Nutzung ab. Für eine Familie mit Fußball begeisterten Kindern eignet sich ein Blumenrasen besser als eine Wiese. Ziehen die Kinder dann aus, kann der Blumenrasen ungemäht, und mit einigen Wiesenblumen aufgepeppt, zur Blumenwiese werden. Wem eine ganze Blumenwiesenfläche zu viel ist, der kann einen Wiesenstreifen vor der Hecke anlegen, oder um eine Margeriteninsel herum mähen. 

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