Skip to main content
Wissenswertes

Paulas Hitzetipps: So machen Sie Ihren Garten klimafit

16. Juli 2026 Paula Polak 5 Minuten Lesezeit

Hitzewellen bleiben – höchste Zeit, den Garten klimafit zu machen. Von den langfristigen Maßnahmen bis zum richtigen Gießen an 30-Grad-Tagen zeigt Paula, wie Ihr Garten cool bleibt. Und außerdem: Glockenblumen als Wildbienen-Magnet und die ideale Sommerlektüre.

Frühmorgens lüften, die Außenjalousien unten lassen, viel Wasser trinken, ab in den Schatten – die klassischen Hitzetipps kennen Sie. Sie sind alle richtig, aber hier soll es nicht um uns Menschen gehen, sondern um den Garten. Denn wochenlange Hitzewellen sind „dank“ des menschengemachten Klimawandels gekommen, um zu bleiben. Es lohnt sich also, den Garten Schritt für Schritt klimafit zu machen.

Den Garten klimafit machen: die langfristigen Maßnahmen

Ein klimafitter Garten entsteht nicht über Nacht. Zu den langfristigen Maßnahmen zählen: alte Bäume bewahren und neue pflanzen, Vertikal- und Dachbegrünung schaffen, Regenwasser vom Dach speichern und versickern lassen, Teiche und Schwimmteiche anlegen. Bepflanzungen spenden Schatten und verdunsten Wasser – das sorgt für ein angenehmes Kleinklima.

Und wo immer es möglich ist, stellen wir auf heimische Pflanzenarten um. Sie sind robust, an das örtliche Klima angepasst und bilden die Basis des Lebensnetzes, der Biodiversität. Im Bereich von Wildblumenpflanzen und -saatgut finden Sie bei den WildenBlumen alles, was zu Ihrem Garten passt – von Blütenreichtum für Wildstaudenbeete, Balkonbepflanzung und Dachgrün bis zur Blumenwiese.

Was tun, wenn 30 °C das neue Normal sind?

So weit die mittelfristigen Maßnahmen. Aber was machen wir jetzt, an den heißen Tagen? Wir springen regelmäßig in den Schwemmteich, wenn wir denn einen haben – und ansonsten hilft dieser Fahrplan:

  • Umgestaltungen für den kühlen Herbst vorausplanen. Der Herbst ist die ideale Zeit, um Pflanzen zu setzen oder Wiesen anzusäen. Dank Morgentau wird das Gießen dann deutlich leichter.
  • Das Leben ruhiger angehen. Die meisten Arbeiten im Garten können warten, bis es kühler wird – und die Hängematte will schließlich auch genutzt werden.

Richtig gießen – auf Zeitpunkt, Auswahl und Technik kommt es an

Wann? Am besten zeitig in der Früh. Dann ist der Boden noch kühl, das Wasser verdunstet nicht und sickert tief ein. Gießen Sie nicht jeden Tag, dafür durchdringend – so entwickeln sich die Wurzeln tiefer in den Boden. Töpfe und Balkonkisten sind ein anderes Paar Schuhe: Hier können die Wurzeln nicht in die Tiefe, und über die Seitenwände verdunstet zusätzlich Wasser. Manchmal muss deshalb sogar zweimal täglich gegossen werden. Das gilt auch für Bepflanzungen mit Wildpflanzen von Trockenstandorten: Sie sind zwar robuster, aber ganz ohne Wasser kommen auch sie nicht aus. Am Naturstandort reichen ihre Wurzeln übrigens gerne 3 bis 10 Meter in die Tiefe.

Was? Nur die Pflanzen, die es unbedingt brauchen. Zum Beispiel Beerensträucher, weil sonst die Beeren vertrocknen, außerdem Gemüse und Wildstaudenbeete auf nährstoffreichen Böden – sonst gibt es dort kaum Blüten. Blumenrasen und Blumenwiese müssen nur gegossen werden, wenn sie frisch angelegt wurden. Sonst dürfen sie ruhig etwas trocken werden; beim nächsten Regen treibt alles wieder nach.

Eine Ausnahme mache ich für meine prächtige alte Fichte, die ich gieße – denn Fichten sind Flachwurzler und können sich nicht aus größeren Tiefen mit Wasser versorgen. Diese Fichte ist in meinem Garten ein wichtiger Schattenbaum sowie Ansitz und Wohnraum für zahlreiche Vögel und eine Eichkätzchenfamilie.

Wie? Direkt auf den Boden rund um die Pflanze, damit von den Blättern nichts verdunstet. Idealerweise gießen Sie aus Regenfass oder Zisterne.

Merksatz

Zeitig in der Früh, selten aber durchdringend und immer direkt auf den Boden gießen – am besten mit Regenwasser aus Fass oder Zisterne.

🌱

Glockenblumen und ihre Gäste

Glockenblumengewächse sind eine wunderschöne Familie. In Österreich gibt es 31 verschiedene Arten, manche kommen nur in einem einzigen Bundesland vor. Die WildenBlumen haben davon immerhin sechs im Sortiment:

Glockenblumen sind gute Pollen- und Nektarspender für Insekten. War eine Honigbiene an der Acker-Glockenblume, erkennen Sie das an ihren blaugrauen Pollenhöschen. Doch nicht nur Honigbienen mögen Glockenblumen: Einige Wildbienen haben sich sogar auf die Gattung Campanula spezialisiert – drei Sandbienenarten, drei Scherenbienenarten, zwei Glanzbienenarten, eine Sägehornbienenart und eine Mauerbienenart. Sie verproviantieren ihre Brutzellen ausschließlich mit dem Blütenstaub dieser Pflanzen. Gelegentliche Gäste sind Schmetterlinge wie der Zitronenfalter, außerdem Schwebfliegen, Käfer und Ameisen.

Sie sehen: Mit Glockenblumen im Garten machen Sie alles richtig. Und was meinen Sie – sollen wir noch die eine oder andere Glockenblumen-Art ins Sortiment nehmen? Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung.

Sommerlektüre: „Englische Gärten – naturnah und wild interpretiert“

Buch Englische Gärten – naturnah und wild interpretiert, Paula Polak
„Englische Gärten – naturnah und wild interpretiert“ von Paula Polak

Es ist so weit: Mein neues Buch „Englische Gärten – naturnah und wild interpretiert“ ist gedruckt und schon auf dem Weg zu mir – und in die Buchgeschäfte. Ich bin schon so gespannt, bis ich es in Händen halte; es kann sich nur noch um wenige Tage handeln!

Und es ist die ideale Sommerlektüre – Hängematte, (Eis-)Tee, Sonnenhut, und ab ins englische Gartenflair. Im Buch finden Sie zahlreiche Beispiele, wie Sie typisch englische Gartenidyllen mit heimischen Wildpflanzen und Methoden der naturnahen Gartengestaltung ganz einfach nachbauen können. Und jede Menge schöne Bilder von schönen Gärten.

Von der Autorin signiert können Sie es gerne bei den WildenBlumen bestellen. Mehr zum Buch: Englische Gärten – naturnah und wild interpretiert.

Häufige Fragen

Wie mache ich meinen Garten klimafit?
Langfristig, mit einem Bündel an Maßnahmen: heimische, an das örtliche Klima angepasste Arten pflanzen, alte Bäume bewahren und neue setzen, Vertikal- und Dachbegrünung schaffen, Regenwasser speichern und versickern lassen sowie Teiche anlegen. Bepflanzungen spenden Schatten und verdunsten Wasser – das schafft ein angenehmes, kühleres Kleinklima.
Wann sollte man den Garten bei Hitze gießen?
Am besten zeitig in der Früh. Dann ist der Boden noch kühl, das Wasser verdunstet kaum und sickert tief ein. Gießen Sie nicht jeden Tag, dafür durchdringend – so wurzeln die Pflanzen tiefer.
Welche Pflanzen muss ich bei Hitze gießen?
Nur die, die es wirklich brauchen: Beerensträucher (sonst vertrocknen die Beeren), Gemüse, Wildstaudenbeete auf nährstoffreichen Böden sowie frisch angelegter Blumenrasen und frisch angesäte Wiesen. Etablierte Blumenwiesen dürfen ruhig etwas trocken werden – beim nächsten Regen treibt alles wieder nach.
Muss ich Töpfe und Balkonkästen häufiger gießen?
Ja. In Gefäßen können die Wurzeln nicht in die Tiefe ausweichen, und über die Seitenwände verdunstet zusätzlich Wasser. An heißen Tagen muss deshalb manchmal sogar zweimal täglich gegossen werden.
Welche Wildblumen sind gut für Wildbienen?
Glockenblumen (Campanula) sind ein Paradebeispiel: Mehrere Wildbienenarten haben sich auf sie spezialisiert und versorgen ihre Brut ausschließlich mit deren Blütenstaub. Auch für Honigbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Käfer sind sie wertvolle Pollen- und Nektarspender.

Jetzt heimische Wildblumen für Ihren klimafitten Garten

Ob einzelne Arten oder fertige Mischungen für Beet, Balkon und Wiese – bei den WildenBlumen finden Sie bio- und REWISA-zertifiziertes Saatgut sowie Pflanzen heimischer Wildblumen, robust und an unser Klima angepasst.

Zum Saatgut-Shop

Cookie-Einwilligung mit Real Cookie Banner