
Gemäßigte Temperaturen, kein Extremhitze-Risiko und jeden Morgen Tau: Zur Ansaat und Pflanzung ist der Herbst dem Frühling einen Tick voraus. Paula erklärt, warum Mitte bis Ende September der Idealzeitpunkt ist – und welche heimischen Wildstauden der nächsten Hitzewelle standhalten. Außerdem: 20 Jahre REWISA®-Netzwerk.
Der Herbst ist der bessere Frühling. Blödsinn, werden Sie sagen, es gibt nichts Schöneres als einen frischgrünen, von Primelgelb durchsetzten Frühling. Ja, eh, ist auch meine liebste Jahreszeit. Aber leider: Zur Ansaat und Pflanzung ist der Herbst noch einen Tick besser.
Warum der Herbst die bessere Pflanzzeit ist
Warum? Die Temperaturen sind schon gemäßigter, mit richtigen Extremhitzetagen ist nicht mehr zu rechnen (hear me out, Klimakrise). Und es gibt schon den wunderbaren Morgentau. Das heißt, dass Keimlinge und Ansaaten zumindest einmal am Tag mit Wasser gesegnet sind. Ganz wichtig, besonders wenn die Keimlinge noch klein sind, ein paar Millimeter nur.
Also, geben Sie Ihrem Herzen einen Stoß und bestellen Sie jetzt, dann können Sie zum Idealzeitpunkt, Mitte bis Ende September, säen und pflanzen.

Bestellungen werden sofort entgegengenommen. Der erste Versandtag für Pflanzen ist der 15. September – first come, first serve. Saatgut wird sofort nach Eingang der Bestellung verschickt.
Nach der Hitze ist vor der Hitze
Die gröbste Hitze haben wir überstanden. Der Mensch ist unter anderem auch deshalb so eine erfolgreiche Spezies, weil er es sich immer im Hier und Jetzt möglichst gemütlich macht. Das führt leider oft dazu, dass die Hitzewelle im Herbst längst vergessen ist. Aber keine Sorge: Sie kommt wieder.
Wie Sie Ihren Garten grundsätzlich klimafit machen und bei Hitze richtig gießen, lesen Sie in Paulas Hitzetipps. Hier geht es um die Pflanzen selbst – um Arten, die im nächsten Sommer gut mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen werden.
Frisch gesetzte Pflanzen haben nur ein kleines Wurzelsystem. Sie benötigen im ersten Jahr vielleicht doch den einen oder anderen Wasserguss.
Stauden für magere, trockene Standorte
Das ist leicht, da diese Arten von Natur aus auf Wassermangel eingestellt sind. Hier passt alles, was Sie im Shop angeboten kriegen, wenn Sie im Filter „nährstoffarm“ und „trocken“ auswählen. Nur ein paar nette Beispiele:
- Echte Schafgarbe (Achillea millefolium)
- Waldsteppen-Windröschen (Anemone sylvestris)
- Wegwarte (Cichorium intybus)

Hitzeverträgliche Stauden für nährstoffreiche, trockene Böden
Schwieriger sind schon unsere oft üblichen, nährstoffreichen, lehmigen Standorte – und dabei besonders die in sonniger Lage. Halbschattenbereiche bleiben meist feuchter, da muss wirklich nur bei 35 °C oder mehr gegossen werden.
Aber ein paar gute Kandidaten für nährstoffreichere und trockene Bereiche gibt es schon. Dazu habe ich mir Nährstoffzahl und Feuchtezahl aus den Ellenberg-Listen angeschaut: Die Nährstoffzahl sollte hoch oder indifferent sein, die Feuchtezahl niedrig. Und voilà, das sind sie.
- Echter Beifuß (Artemisia vulgaris)
- Schilf-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
- Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – indifferent in jeder Hinsicht
- Schlag-Weidenröschen (Epilobium angustifolium)
- Thüringer Strauchpappel (Lavatera thuringiaca)
- Rosen-Malve (Malva alcea)
- Wilde Malve (Malva sylvestris)
- Quirlblatt-Salbei (Salvia verticillata)
- Rote Lichtnelke (Silene dioica) – extrem trocken mag sie allerdings nicht
- Dunkle Königskerze (Verbascum nigrum)

Die Ellenberg-Zeigerwerte beschreiben auf einer Skala, welche Standortbedingungen eine Pflanzenart bevorzugt – etwa Licht, Feuchte und Nährstoffe. Eine hohe oder indifferente Nährstoffzahl bei gleichzeitig niedriger Feuchtezahl heißt: Die Art kommt mit nährstoffreichem, aber trockenem Boden gut zurecht.
Ein paar andere Arten sind auch noch ganz okay. Fragen Sie gerne nach, wenn Zweifel bestehen – am besten direkt bei polak@wildeblumen.at.

20 Jahre REWISA®-Netzwerk
Das REWISA®-Netzwerk feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Das ist Anlass zum Feiern, Zusammenkommen und Informieren: Die Fachtagung „Wir und unsere Lebensräume!“ findet von 17. bis 18. September im Wissensturm in Linz statt, es gibt noch Restkarten.
Ach ja, was ist denn das REWISA®-Netzwerk? Ein Zusammenschluss naturnah arbeitender Firmen im Bereich Garten- und Landschaftsbau – mehr dazu auf rewisa-netzwerk.at. Warum uns die Zertifizierung so wichtig ist, lesen Sie in Herkunft, REWISA & Bio.
Wir WildenBlumen sind natürlich dabei. Und Paula hält am 17. September nachmittags einen Workshop zum Thema Wasser. Wir freuen uns, Sie dort zu sehen.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit, um Wildblumen zu säen und zu pflanzen?
Warum ist der Herbst zum Pflanzen besser als der Frühling?
Welche heimischen Wildstauden vertragen Hitze und Trockenheit?
Welche Stauden kommen auf nährstoffreichen, trockenen Böden zurecht?
Muss ich frisch gesetzte Wildstauden gießen?
Ab wann werden Pflanzen und Saatgut versendet?
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Bio- und REWISA-zertifiziert, regional vermehrt und an unser Klima angepasst: heimische Wildblumen als Pflanze oder Saatgut, für Beet, Balkon und Wiese.