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Der Herbst ist der bessere Frühling – jetzt hitzeverträgliche Stauden pflanzen

Violett blühender Quirlblatt-Salbei (Salvia verticillata) auf einer sonnigen Wiese
4. September 2026 Paula Polak 6 Minuten Lesezeit

Gemäßigte Temperaturen, kein Extremhitze-Risiko und jeden Morgen Tau: Zur Ansaat und Pflanzung ist der Herbst dem Frühling einen Tick voraus. Paula erklärt, warum Mitte bis Ende September der Idealzeitpunkt ist – und welche heimischen Wildstauden der nächsten Hitzewelle standhalten. Außerdem: 20 Jahre REWISA®-Netzwerk.

Der Herbst ist der bessere Frühling. Blödsinn, werden Sie sagen, es gibt nichts Schöneres als einen frischgrünen, von Primelgelb durchsetzten Frühling. Ja, eh, ist auch meine liebste Jahreszeit. Aber leider: Zur Ansaat und Pflanzung ist der Herbst noch einen Tick besser.

Warum der Herbst die bessere Pflanzzeit ist

Warum? Die Temperaturen sind schon gemäßigter, mit richtigen Extremhitzetagen ist nicht mehr zu rechnen (hear me out, Klimakrise). Und es gibt schon den wunderbaren Morgentau. Das heißt, dass Keimlinge und Ansaaten zumindest einmal am Tag mit Wasser gesegnet sind. Ganz wichtig, besonders wenn die Keimlinge noch klein sind, ein paar Millimeter nur.

Also, geben Sie Ihrem Herzen einen Stoß und bestellen Sie jetzt, dann können Sie zum Idealzeitpunkt, Mitte bis Ende September, säen und pflanzen.

Wenige Millimeter große Wildblumen-Keimlinge in einem Pflanzgefäß nach der Herbstaussaat
Wildblumen-Keimlinge, wenige Millimeter groß – jetzt versorgt sie der Morgentau jeden Tag.Foto: Paula Polak
Gut zu wissen

Bestellungen werden sofort entgegengenommen. Der erste Versandtag für Pflanzen ist der 15. September – first come, first serve. Saatgut wird sofort nach Eingang der Bestellung verschickt.

Nach der Hitze ist vor der Hitze

Die gröbste Hitze haben wir überstanden. Der Mensch ist unter anderem auch deshalb so eine erfolgreiche Spezies, weil er es sich immer im Hier und Jetzt möglichst gemütlich macht. Das führt leider oft dazu, dass die Hitzewelle im Herbst längst vergessen ist. Aber keine Sorge: Sie kommt wieder.

Wie Sie Ihren Garten grundsätzlich klimafit machen und bei Hitze richtig gießen, lesen Sie in Paulas Hitzetipps. Hier geht es um die Pflanzen selbst – um Arten, die im nächsten Sommer gut mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen werden.

Bitte bedenken

Frisch gesetzte Pflanzen haben nur ein kleines Wurzelsystem. Sie benötigen im ersten Jahr vielleicht doch den einen oder anderen Wasserguss.

Stauden für magere, trockene Standorte

Das ist leicht, da diese Arten von Natur aus auf Wassermangel eingestellt sind. Hier passt alles, was Sie im Shop angeboten kriegen, wenn Sie im Filter „nährstoffarm“ und „trocken“ auswählen. Nur ein paar nette Beispiele:

Hellblaue Blüte der Wegwarte (Cichorium intybus) mit einer Schwebfliege
Wegwarte (Cichorium intybus) – von Natur aus auf magere, trockene Standorte eingestellt.Foto: Paula Polak

Hitzeverträgliche Stauden für nährstoffreiche, trockene Böden

Schwieriger sind schon unsere oft üblichen, nährstoffreichen, lehmigen Standorte – und dabei besonders die in sonniger Lage. Halbschattenbereiche bleiben meist feuchter, da muss wirklich nur bei 35 °C oder mehr gegossen werden.

Aber ein paar gute Kandidaten für nährstoffreichere und trockene Bereiche gibt es schon. Dazu habe ich mir Nährstoffzahl und Feuchtezahl aus den Ellenberg-Listen angeschaut: Die Nährstoffzahl sollte hoch oder indifferent sein, die Feuchtezahl niedrig. Und voilà, das sind sie.

Gelbe Blütenkerzen der Dunklen Königskerze (Verbascum nigrum) in einer Wiese
Dunkle Königskerze (Verbascum nigrum) kommt auch auf nährstoffreicheren, trockenen Böden gut zurecht.Foto: Paula Polak
Kurz erklärt: Ellenberg-Zeigerwerte

Die Ellenberg-Zeigerwerte beschreiben auf einer Skala, welche Standortbedingungen eine Pflanzenart bevorzugt – etwa Licht, Feuchte und Nährstoffe. Eine hohe oder indifferente Nährstoffzahl bei gleichzeitig niedriger Feuchtezahl heißt: Die Art kommt mit nährstoffreichem, aber trockenem Boden gut zurecht.

Ein paar andere Arten sind auch noch ganz okay. Fragen Sie gerne nach, wenn Zweifel bestehen – am besten direkt bei polak@wildeblumen.at.

Schachbrettfalter auf der violetten Blüte einer Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) mit Schachbrettfalter – indifferent und deshalb fast überall zu Hause.Foto: Paula Polak
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20 Jahre REWISA®-Netzwerk

Das REWISA®-Netzwerk feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Das ist Anlass zum Feiern, Zusammenkommen und Informieren: Die Fachtagung „Wir und unsere Lebensräume!“ findet von 17. bis 18. September im Wissensturm in Linz statt, es gibt noch Restkarten.

Ach ja, was ist denn das REWISA®-Netzwerk? Ein Zusammenschluss naturnah arbeitender Firmen im Bereich Garten- und Landschaftsbau – mehr dazu auf rewisa-netzwerk.at. Warum uns die Zertifizierung so wichtig ist, lesen Sie in Herkunft, REWISA & Bio.

Wir WildenBlumen sind natürlich dabei. Und Paula hält am 17. September nachmittags einen Workshop zum Thema Wasser. Wir freuen uns, Sie dort zu sehen.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit, um Wildblumen zu säen und zu pflanzen?
Mitte bis Ende September. Dann sind die Temperaturen gemäßigt, Extremhitzetage sind nicht mehr zu erwarten, und der Morgentau versorgt Keimlinge und frische Ansaaten täglich mit Wasser.
Warum ist der Herbst zum Pflanzen besser als der Frühling?
Weil die Hitzespitzen vorbei sind und der Morgentau die Jungpflanzen mitversorgt. Gerade wenn Keimlinge erst ein paar Millimeter groß sind, entscheidet diese tägliche Portion Feuchtigkeit darüber, ob eine Ansaat gelingt.
Welche heimischen Wildstauden vertragen Hitze und Trockenheit?
Auf mageren, trockenen Standorten sind die Arten ohnehin auf Wassermangel eingestellt – etwa Echte Schafgarbe (Achillea millefolium), Waldsteppen-Windröschen (Anemone sylvestris) und Wegwarte (Cichorium intybus). Im Shop finden Sie sie über den Filter „nährstoffarm“ und „trocken“.
Welche Stauden kommen auf nährstoffreichen, trockenen Böden zurecht?
Zehn bewährte Arten: Echter Beifuß, Schilf-Reitgras, Wiesen-Flockenblume, Schlag-Weidenröschen, Thüringer Strauchpappel, Rosen-Malve, Wilde Malve, Quirlblatt-Salbei, Rote Lichtnelke (nicht extrem trocken) und Dunkle Königskerze. Ausgewählt nach den Ellenberg-Zeigerwerten: Nährstoffzahl hoch oder indifferent, Feuchtezahl niedrig.
Muss ich frisch gesetzte Wildstauden gießen?
Ja, im ersten Jahr wahrscheinlich schon. Frisch gesetzte Pflanzen haben nur ein kleines Wurzelsystem und kommen noch nicht an tiefere Wasservorräte. Auch trockenheitsverträgliche Arten brauchen deshalb anfangs den einen oder anderen Wasserguss.
Ab wann werden Pflanzen und Saatgut versendet?
Saatgut wird sofort nach Eingang der Bestellung verschickt. Der erste Versandtag für Pflanzen ist der 15. September – first come, first serve. Bestellungen nehmen wir ab sofort entgegen.

Jetzt bestellen – rechtzeitig zum Idealzeitpunkt

Bio- und REWISA-zertifiziert, regional vermehrt und an unser Klima angepasst: heimische Wildblumen als Pflanze oder Saatgut, für Beet, Balkon und Wiese.

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